Herz.Schlag.Verein

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#25 mit Christina Rann – Rotes Licht, Grünes Licht

#25 mit Christina Rann – Rotes Licht, Grünes Licht

Angefangen hat Christina Rann einst mit einem Kassettenrekorder und einem Blinden-Kommentar. Wohl fühlt sie sich aber vor allem mit (Kamera!)-Rotlicht und ihrem eigenen Panini-Sticker in der Hand. Grünes Licht hat sie als Stadionsprecherin des HSV nun endlich beim Jubeln, da freut sie sich fast so sehr wie die Fans einst beim Namen Almami Moreira. Der kommt übrigens im Gegensatz zu ihr nicht aus Portugal. Und Whiskey gab es auch nur einmal nach einem Montagsspiel, sagt Esther Sedlaczek.

#24 mit Till Müller – No matter what, we got your back

Für Pressesprecher Till Müller ist der HSV vor allem eins: Emotionen. Ob das Retter-Tor von Luca Waldschmidt, als er fast von Ordnern abgeführt wurde, oder die Debatte um Bakery Jatta, als er mit Rick van Drongelen eine Gänsehaut-Botschaft formulierte. Dessen Hund kennt er übrigens fast so gut wie die Schweiz oder Christian Titz. Und für den HSV jubelt man auch im Büro von RB Leipzig. Ohne Franz Gerber wäre das nie passiert.

#23 mit Carsten Kober – Hamburg. Ein Wintermärchen

Mit Hertha BSC ist Carsten Kober schon mal in die Bundesliga aufgestiegen – und weiß deshalb: Der HSV braucht ein Wintermärchen. Allerdings ohne Valdas Ivanauskas, der keine Party verpasst, oder Ernst Happel, der „Junge mit Nummer 4“ vom Bolzplatz zu sich holte. So geht es sonst nur bei den Mädchen von Vorwärts Wacker Billstedt zu. Bleibt nur die Frage: Wo war Thomas Doll, als er im Urlaub plötzlich tagelang verschwand?

#22 mit Thorsten Bär – Mit 1:1 zur Nummer 1

Nicht nur der HSV spielt gerne 1:1 – auch für Thorsten Bär steht es zwischen Comedy und Fußball unentschieden. Da kann jetzt nur noch ein iPad helfen, dabei war der Bär früher sogar mal Dino und durfte dank Armin Reutershahn beim HSV arbeiten. Dort gab's zwischen Pöbeleien gegen Niko Kovac und Ärger mit Bernd Hoffmann auch Alkohol für Hermann Rieger. Aber Hauptsache, Anthony Yeboah kann jetzt Skifahren.

#21 mit Lotto King Karl – Hamburg, keine Aufstiegsperle

Lotto King Karl war 14 Jahre lang Stadionsprecher beim HSV – doch Perle und Kran bleiben jetzt endgültig in der Garage. Trotz Arnd Zeigler, Wolff Fuss und Damian van der Vaart will Lotto nicht in den Volkspark zurückkehren, wo er eine mögliche Aufstiegsfeier lieber sehen würde als im Rathaus – und wo er sich übrigens nie übergeben hat. Ein Umdenken fordert er trotzdem vom HSV. Und natürlich einen Transfer von Jeffrey Schlupp.

#20 mit Abschlach – Wir sind (noch nicht) wieder da

Aus der Kurve vor die Kurve – „Abschlach“ erfüllt sich gerade einen Kindheitstraum. Dabei waren Michi und Muchel beide mal Bayern-Fans, was sie zutiefst bereuen, ganz im Gegensatz zu den Tausend Meilen HSV-Auswärtsfahrt, auf denen sie sich kennenlernten. Dort singen Tom Mickel und Bakery Jatta dann „Wir sind der HSV“, aber noch nicht „Wir sind wieder da“, denn das ist ja der streng geheime Aufstiegssong, der exklusiv enthüllt wird. Ob da auch Marteria dabei sein wird?

#19 mit Stefan Schröder – Bundesliga, nein danke?

Höhen und Tiefen hat Stefan Schröder nicht nur beim HSV Handball mitgemacht, sondern auch als Fan des HSV. Da braucht er eben einen langen Atem, genau wie einst beim Arbeitsamt oder in der C-Jugend-Torschützenliste. Lange atmen sollten auch die HSV-Fans, denn der Aufstieg muss ja nicht unbedingt das Ziel sein. Vielleicht sind Wayne Rooney, Juventus Turin und die Handball-Bundesliga manchmal doch spannender. Aber nicht für Alexander Bommes.

#18 mit Sky du Mont – Die HSV-Werder-Schublade

Sky du Mont spielte für genau zwölf Minuten Fußball – dann kletterte er aus Angst auf einen Baum. Trotzdem traut er sich heute gerne mal ins Stadion und gesellt sich beim HSV zu den besten Fans in ganz Deutschland. Ansonsten mag er den FC Bayern, Tierschutz und James Bond, den er fast mal gespielt hätte. Genau wie Dracula. Doch das scheiterte am Ende etwa so wie der Aufstieg des HSV. Das Leben besteht eben doch aus Schubladen.

#17 mit Thomas Doll – Showdown am 15. Oktober 2023

Wer an Erfolg beim HSV denkt, denkt an Thomas Doll. Und dieser wiederum denkt an Jürgen Klopp. Doch beim BVB wollte er als Spieler nicht unterschreiben, als er aus der DDR kam, obwohl er wegen des Mauerfalls die WM 1990 in Italien verpasste. Dorthin kam er zufällig dann ja doch noch. Und jetzt lebt er in Ungarn, ohne Ungarisch zu sprechen, und schaut lieber den HSV als die Premier League oder den FSV Malchin. Aber kann das bis zum 15. Oktober 2023 so weitergehen?

#16 mit Harry Bähre – Herr Seeler, darf ich Ihnen die Flanke spielen?

Kaum einer ist so sehr HSV wie Harry Bähre. Als Bundesliga-Spieler #001 kickte er mit Uwe Seeler, den er anfangs siezte, und Charly Dörfel, der nur Quatsch im Kopf hatte. Sein Chef gab ihm für die Bundesliga nicht früher Feierabend und Trainer Günter Mahlmann verhinderte seine DFB-Karriere. Da ist Horst Hrubesch, der menschliche Magath, doch der perfekte HSV-Trainer. Zu alten Zeiten fehlt heute aber einiges. Allen voran: schmutzige Hosen.